Mikrofon auf einer Bhne

Fehler machen – ein Erfolgsgarant (Lesezeit 1’45“)

Wer mich kennt, der weiß, ich bin überraschend anders. Und wer mich etwas näher kennt, der weiß auch, dass ich sehr selbstkritisch, aber auch lernfähig bin. Bevor sie weiterlesen zunächst ein Zitat von Winston Churchill:

„Es ist von großem Vorteil, die Fehler, aus denen man lernen kann, recht früh zu machen.“

Genauso sehe ich das auch. Fehler sind etwas wunderbares. Zeigen sie doch nur auf, wo noch etwas fehlt. Ebenso tragen sie zu Erfahrungen bei, die mir dazu verhelfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Am 23.04.2016 habe ich bei dem zweiten deutschen Speaker Slam mitgemacht. Und was soll ich sagen. Ich war gut. Ich habe Applaus bekommen, etliches Schulterklopfen von Kollegen, aber auch von mir fremden Menschen. Ich erhielt sogar einen Auftrag. Gewonnen habe ich nicht. Zu Recht. Hätte ich aber schaffen können. Doch ich habe nicht nur einen, sondern mehrere Fehler gemacht.

Einer meiner Lehrer sagte einmal zu mir: Erfolgreiche Menschen sehen die Welt oft als Experimentierfeld um zu lernen. Um auszuprobieren, was funktioniert und was nicht. Ich sage: „sich trauen Fehler zu machen“ ist ein Erfolgsgarant

Ich hatte eine falsche Vorstellung von einem Slam, obwohl ich mir zuvor Informationen und Wissen angeeignet zu haben glaubte. Weiterhin hatte ich ein anderes Thema für den Slam gewählt, warum auch immer, statt über das zu erzählen, was ich leidenschaftlich glaube und auch bis ins Detail kenne. Rückwirkend behaupte ich sogar, dass ich bei der Vorentscheidung mehr überzeugt habe, als an diesem Tag. Auch hatte ich eine Vorstellung, was meine Zuhörer erwarten würden. Meine Erwartungen und die Realität gingen jedoch auseinander. Ganz fatal war mein Anspruch an mich selbst, einen guten Vortrag zu halten. Ich hätte lieber mit all meinen Macken und Eigenarten präsent sein sollen, dann wäre es für alle, Publikum, Jury und mich ein Genuß geworden. Zu selbstkritisch? Nein, ich habe mir die Aufzeichnung angeschaut und bin in die Rolle des Zuschauers geschlüpft, ebenso habe ich mir Feedback von der Jury geben lassen. Doch auf die Schulter klopfen darf ich mir trotzdem. Nicht nur weil ich den Slam mitgemacht habe, sondern auch, weil ich zu den Menschen gehöre, die bereit sind, sich Fehler einzugestehen und daran zu wachsen.

Der nächste Slam kommt bestimmt. Ich bin wieder dabei. Übrigens oben geschriebenes gilt nicht nur für das Halten einer Rede, sondern für fast alles im Leben. Wir sollten also viel mehr Mut haben, Fehler zu machen und was noch wichtiger ist, aus diesen lernen, statt sich darüber zu grämen. In diesem Sinne; „der frühe Vogel pickt den Wurm“. Das gilt auch für das Fehler machen, je früher umso besser.

Ihre Petra Claußen-Winter

young business woman

Meisterwerk (Lesezeit 1’30“)

„Wie kann ich aus diesem Tag ein Meisterwerk machen?“ Eine Frage, die ich mir neben einigen anderen schon seit knapp 3 Jahren an nahezu jedem Morgen stelle. Natürlich impliziert diese Frage vorweg schon einmal, dass es möglich ist, aus diesem Tag ein Meisterwerk zu machen, und das ist auch gut so. Die Frage nach dem „wie“ beschert mir somit völlig andere Antworten, als zum Beispiel die Frage „Warum schaffe ich es nicht aus diesem Tag ein Meisterwerk zu machen?“ Denn nur wer kluge Fragen stellt, bekommt auch kluge Antworten. Dessen ungeachtet sieht so ein meisterhafter Tag natürlich für jeden völlig anders aus.

Für den einen kann ein Tag schon meisterhaft verlaufen, wenn er eine Kiste Bier und eine gut gelegene Parkbank für sich sein eigen nennen darf. Für den anderen erst, wenn er seine für sich gesteckten Ziele erreicht hat oder ihnen zumindest im Laufe des Tages wieder ein Stück näher gekommen ist.

Ich selbst musste mir eines Tages eingestehen, dass mein Anspruch an mich selbst für einen meisterhaften Tag in der Regel sehr hoch war. Das ist nicht immer sehr klug, führt es doch zu Unzufriedenheit und einer Verschleierung dessen, was ich innerhalb eines Tages geleistet habe. Heute ist ein Tag ein Meisterwerk, wenn ich bewusst durch den Tag gehe, mir kluge Fragen stelle und schaue, dass ich die meiste Zeit des Tages in einem emotinal guten Zustand bin oder schnell wieder in einen zurückfinde. Das ist Herausforderung genug, doch machbar. An einem Tag mal mehr, an einem anderen mal weniger. In diesem Sinne Ihnen einen meisterhaften Tag und viele gute Antworten auf ihre klugen Fragen.

Ihre Petra Claußen-Winter

Wolken

Zeit des Wandels (Lesezeit 1’30“)

Manchmal ist es an der Zeit, sich von etwas lieb gewonnenem zu trennen. Das alte Paar Schuhe, welche schon ausgetreten, die Kuscheljacke, deren Ärmel schon völlig zerfledert sind oder auch ein Blog, der seinen Dienst getan hat. Ganz einfach, weil es zu bestimmten Themen einfach nichts neues mehr zu sagen gibt. Obwohl ich von mir sagen kann, dass ich im Loslassen sehr geübt bin, auch durch meine Lebensgeschichte, so tue auch ich mich manchmal schwer, mich von etwas vertrautem zu trennen.

So war das ja auch mit meinem alten Blog. Doch meiner Unentschlossenheit wurde durch einen vermeintlichen „Zufall“ auf die Sprünge geholfen.

Da auch Webmaster nicht gegen Fehler gefeit sind, kam es, dass mir mein sonst so zuverlässiger und präzise arbeitender Webmaster und Ehemann meinen Blog löschte. Trotz Wiederherstellung war er danach fehler- und lückenhaft. So entschied ich mich für eine entgültige Trennung. Nach einer kurzen mir zustehenden Phase der Trauer über meinen treuen täglichen Begleiter, investierte ich die freigewordene Zeit in andere Projekte. Nach nun über einem Jahr ohne, bin ich jetzt bereit eine neue Beziehung mit einem neuen Blog einzugehen.

Und hier ist er. Starten möchte ich ihn mit einem Dankeschön an meinen Webmaster. Gut gemacht. Ich habe durch die freigewordene Zeit nicht nur erfolgreich neue Projekte gestartet, sondern habe wieder einmal erfahren, dass Aufgeben in der Tat keine Option ist, Loslassen hingegen schon, auch wenn es mir sehr am Herzen gelegen hat.

Somit heiße ich sie, liebe Leserinnen und Leser recht herzlich willkommen auf dieser Seite. Mit neuen Themen, neuen Erkenntnissen und guter Unterhaltung. Letzteres liegt allerdings in ihrem Ermessen oder präziser im Auge des Betrachters.

Ihre Petra Claußen-Winter