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Messlatte des Glücks (Lesezeit 1’30“)

„Weshalb war der heutige Tag ein Geschenk für mich?“ Eine der für mich wichtigsten Fragen, die ich mir am Abend vor dem Schlafengehen stelle. Natürlich impliziert auch diese Frage, das der heutige Tag ein Geschenk für mich war. Dessen ungeachtet empfand ich meinen Tag nicht immer als Geschenk. Nach einiger Zeit der Selbstreflexion war recht schnell klar woran das lag. Meine Messlatte für Glück lag sehr hoch. Mein Blick lag zu oft auf dem, was ich noch nicht erreicht hatte, also auf Mangel. Ich vergass dabei völlig, auch dahin zu schauen, was ich geleistet hatte, was gerade gut in meinem Leben lief. Ja, auch wenn es alltäglich zu sein schien und ich dies ja schon oft getan oder täglich in meinem Leben hatte. Im Gespräch mit einer Geschäftspartnerin wurde dies noch einmal mehr deutlich. Sie erzählte mir, dass ihre Mutter sei einiger Zeit nur noch im Bett liege und die ganze Welt um sich herum tyrannisiere. Als ich mir an diesem Abend eben jene besagte Frage stellte, wurde mir auf einmal bewusst, wie reich ich heute wieder vom Leben beschenkt worden war, einzig durch die Tatsache, dass ich nicht den Tag mit Schmerzen und resigniert und verbittert im Bett liegen musste. Mein Gefühl von Dankbarkeit wuchs. So ging ich meine Lebensbereiche durch. Ernährung: Wie reich war ich auch da, verglichen mit einem Menschen, der am Morgen nicht weiß, wo er für sich und seine Familie etwas zu essen herbekommt. Beziehung: Ich habe einen Partner und wenn ich den Fokus einmal darauf lenke, was ich alles gewinne, weil ich einen Partner habe, bin ich abermals reicher, als wenn ich mich darauf konzentriere, was mir an ihm nicht gefällt oder gar ständig ärgert. Meine Wohnsituation: Ich lebe da, wo andere Urlaub machen. Am Ende fühlte ich mich nicht nur reichbeschenkt, sondern mir war klar, ich führe ein königliches Leben. Es war also an der Zeit meine Messlatte des Glücks neu festzulegen. Heute orientiere ich mich nach unten, wenn es mir wieder einmal an Wertschätzung für mich, meinen Körper und das Leben mangelt, aber auch nach oben, wenn ich mich inspirieren und motivieren möchte. Letzteres lasse ich dann mit in meine Zielplanung einfließen, mit entsprechenden Zwischenzielen versteht sich. Dann klappt es auch mit der Wertschätzung und Glück gehört zum täglichen Leben. In diesem Sinne viel Freude beim Erkennen ihrer ganz persönlichen Geschenke.

Ihre Petra Claußen-Winter

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Geistreiche Nahrung (Lesezeit 1’45“)

Geistreiche Nahrung geht bei mir weit über das Aneignen von Wissen oder dem Lesen eines guten Buches hinaus. Für mich ist geistreiche Nahrung auch gehirngerechte Nahrung. Wenngleich mir sicherlich noch immer mein Expertenstatus im Fitness- und Ernährungsbereich anhaftet, so habe ich mich in den letzten Jahren mehr mit einer gehirnfreundlichen Nahrung auseinander gesetzt. Dies hat schlussendlich dazu geführt, dass ich damit aufhören musste, Zucker zu essen. Für mich sicherlich ein genauso schwerer Schritt, wie für einen Raucher mit dem Rauchen aufzuhören oder für einen Alkoholiker mit dem Trinken. Doch der Unterschied eines Gehirngefühls, ich nenne das jetzt hier einfach einmal so, mit und ohne Zucker, lässt sich überhaupt nicht mit Worten beschreiben, aber es fühlt sich einfach nur gigantisch an. Das ist für mich wahre Freiheit.

Dessen ungeachtet, bin ich selbst jedoch immer wieder in diese Zuckerfalle getappt, frei nach dem Motto – das eine Mal macht doch nichts. Doch es macht etwas. Zuerst kommt dieses wahnsinnige Hochgefühl, es ist fast schon extatisch, doch danach kommt dann der Absturz. Bei mir waren das erhebliche Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und die Welt erschien mir in einem Grauton. Ich sah mehr das Problem, denn die Lösung und ich wollte wieder Zucker. Ich konnte regelrecht dabei zuschauen, wie ich jeden Tag wieder etwas mehr von zuckerhaltigem, meistens in Kombination mit Fett, wollte. Jetzt benutze ich Zucker mehr als eine Art Gewürz. In diesen Dosen werde ich weder rückfällig, noch schadet es mir. Obst in moderaten Mengen, ganz im Gegenteil zu meinen Highcarbzeiten runden heute meinen süßen Genuß ab.

Mein Gehirn dankt es mir. Es bekommt jetzt gute Makro- und Mikrostoffe. Letztere in Form von ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln. Diese natürlich auf mein Gehirn abgestimmt, denn auch hier gibt es keine allgemeingültige Regelung. In diesem Sinne guten Appetit und lassen sie es sich schmecken, aber denken sie auch ein wenig an ihr Gehirn, ich möchte jetzt nicht sagen: Solange sie noch denken können. Das wäre sicherlich zu vermessen. Doch eines steht fest – Gehirn gut drauf Stimmung auch, und das ohne illegale oder selbst legale Drogen.

Ihre Petra Claußen-Winter