Weniger ist mehr (Lesezeit 2’00“)

Blitzmeldung

In Kürze wird meine Seite aktualisiert, einfach in den nächsten 14 Tagen noch einmal vorbei schauen. Ein Zitat möchte ich dennoch da lassen:

Gedanken mach groß, Gefühle reich. Marcus Fabius Quintillian

 

Klartext reden macht Sinn (Lesezeit 2’30“)

Kennen sie das Gefühl, wenn sie in einer Kleidung stecken, in der sie sich nicht wohlfühlen, es die Etikette jedoch von ihnen verlangt? So ging es mir auch, es hat gekniffen und gedrückt, irgendwie passte „etwas“ nicht so ganz zu mir. Leider war es nicht die Kleidung, denn das hätte sich ja schnell ändern lassen. Da macht Selbstcoaching wieder einmal Sinn. Übrigens etwas, was ich ihnen dringend empfehlen möchte – seien sie sich selbst der beste Coach, das geht, das ist möglich und erlernbar. Fakt ist, ich fühlte mich wie ein beschnittener Baum, so unfrei, so steif.

Doch wer sich kluge Fragen stellt, bekommt auch kluge Antworten. Ebenso führen mache Enttäuschungen immer zu einer Erkenntnis, zumindest bei mir. Das Ergebnis: Ich ändere jetzt etwas. Dem voraus gegangen ist jedoch eine unglaubliche Wut, ein Zorn, den ich genommen habe und…

Ja, was habe ich damit gemacht? Ich möchte es so ausdrücken: Wenn du das Gefühl hast, dass dir das Leben wieder einmal so richtig eine reindrückt – was ja so nicht stimmt – denn wir sind ja für alles selbst verantwortlich – dann gehe ins Gym und arbeite so richtig hart mit Gewichten. Und genau das habe ich getan. Ich konnte mich über Wochen kaum noch bewegen, beim Training dachte ich, ich muss mich übergeben, aber ich habe weitertrainiert und siehe da – da war sie. Die Power, die Kraft, der Tatendrang und nebenbei auch noch die Erkenntnis, dass meine Figur doch noch so einiges hergibt. Und ja, Ernährung und Training lösen keine Probleme, aber sie geben mir zumindest die Power und Kraft, die es braucht, wieder richtig etwas zu stemmen und das auch im richtigen Leben.

Nicht dass wir uns falsch verstehen, mir ging es nicht schlecht und mir ging es auch von Jahr zu Jahr besser, aber verdammt nochmal, ich war nicht glücklich, ich fühlte mich wie ein Stein: Beschwert, statt beschwingt, obwohl mein Umfeld sicherlich davon nicht viel mitbekommen hat. Fazit: Ab jetzt weht hier ein anderer Wind.

Es mag ja sein, dass ich Experte für emotionale Fitness bin, aber ich bin noch viel mehr. Und nur, wenn ich dieses „viel mehr“ auch an meiner Seite habe, dann kann ich richtig punkten im Leben und dann fühle ich mich auch wieder im Einklang mit mir. Es wird also folgende Änderungen geben:

  • Wie bereits angekündigt, gibt es ab Oktober einen neuen Vortrag
  • Ich bin nicht nur Mentalexperte, sondern auch Öko-Frau und ein Fitness Freak. Ich liebe es einfach, Eisen zu stemmen und das tue ich jetzt auch wieder mit einer Intensität, wie schon seit Jahren nicht mehr
  • Bloggen erfüllt mich nicht mehr, was auch daran liegt, dass ich selbst so gut wie keine Blogs mehr lese, also wird es in Kürze Vlogs geben. Das wollte ich immer schon machen.
  • Und ich werde vom „Sie“ zum „Du“ wechseln. Das finde ich im Englischen so schön, einfach nur „you“

So, das soll für heute erst einmal reichen. Das Gesamtbild meiner Homepage wird sich dadurch natürlich noch etwas ändern. Auf den Punkt gebracht, ich lasse es jetzt wieder richtig krachen, so wie einige das von mir kennen. Petra spricht Klartext, nicht nur heute und hier, sondern auch auf meinem neuen Kanal, in meinem Vortrag und in meinem Buch.

Ihnen Dir noch einen schönen Tag

Petra (Öko-Frau, Fitness Freak, Mentalexperte)

Glücklich sein (Lesezeit 2’00“)

Sind sie gerade glücklich? Ich bin es, zumindest jetzt gerade, da ich diesen Blogbeitrag schreibe. Aber das ist nicht immer so und das war auch nicht immer so. Und als ich glaubte, mein Glück endlich in mir gefunden zu haben, da musste ich feststellen, dass es immer nur von kurzer Dauer war. Ich hatte sogar lange Zeit das Gefühl, dass mir andere mein Glück immer wieder wegnehmen. Mit der Entscheidung, für alles in meinem Leben selbst verantwortlich zu sein, war dieser Satz jedoch hinfällig. So machte ich mich abermals auf die Suche nach dem Glück.

Tipps für ein glückliches Leben, Kurse, Bücher gibt es ja genug, und selbst Coca Cola hat ein Institut für Happines geschaffen. Ja, ich wusste das auch nicht. Alles gut und schön. Doch erlauben sie mir an dieser Stelle einmal eine kluge Frage:

Haben sie jemals ein Kind gesehen, dass einen Kurs für glücklich sein belegen musste?

Müssen wir wirklich erst lernen, glücklich zu sein oder wieder lernen? Eine kleine Anekdote:

Ich habe einmal eine Ausbildung zum Lebensberater gemacht. Auf die Frage des Mentors, warum ich denn dort sei, gab ich folgende Antwort: „Ich möchte zu mehr Lebensfreude gelangen.“

Seine Antwort daraufhin: „Das haben sie jetzt aber mit dem nötigen Ernst gesagt.“ Dieser Satz ist hängen geblieben. Heute weiß ich, dass Lebensfreude und Glücklichsein nicht erlernbar sind. Das wäre in etwas so, als wenn wir erlernen müssten zu atmen.

Und in der Tat verhält es sich mit dem Atmen oft genauso. Wir atmen, weil wir atmen müssen, doch so richtig durchatmen, tun wir das noch? Die Wissenschaft sagt, dass die Ursache vieler Krankheiten auf eine Übersäuerung im Körper zurückzuführen sei, also auf einen Mangel an Sauerstoff in der Zelle.

Menschen, die vor Lebensfreude sprühen, haben keine Übersäuerung. Kinder, ich korriegiere, kleine Kinder, haben keine Übersäuerung. Geht ein zu flacher Atem etwa mit einem Mangel an Lebensfreude einher? Ich behaupte ja. Ebenso wie ich behaupte, dass wir Glück und Lebensfreude nicht erlernen müssen. Wenn überhaupt, dann müssen wir uns trauen, wieder tief durchzuamten und uns des Lebens zu freuen wie ein Kind.

Kinder bekommen übrigens auch keinen Muskelkater und das ist gut so, denn sonst hätten einige von uns das mit dem Laufen lernen sicherlich recht schnell dran gegeben.

Woran das liegt? Das erzähle ich ihnen hier auf meinem Blog. Scheibenweise, denn zuviel Glück auf einmal möchte ich Ihnen jetzt auch nicht zumuten. Für heute lade ich sie ein, einmal selbstverantwortlich über ihr Glück nachzudenken. In diesem Sinne einen Tag mit vielen Glückgefühlen und Lebensfreude pur.

Ihre Petra Claußen-Winter

Ein Leben in Steno (Lesezeit 1’30“)

Steno= die Abkürzung für Stenographie (Kurzschrift). Ich habe das sogar einmal gelernt, aber auch wieder verlernt. Wenn ich so darüber nachdenke, erinnere ich mich an kein einziges Kürzel mehr, was sicherlich auch daran liegen mag, dass ich es zwar gelernt, aber nicht regelmäßig angewendet habe. Doch dieser letzte entscheidende Schritt des Anwendens und Tuns ist nun einmal Grundvoraussetzung für Erfolg, egal in welchem Bereich. Diese Erfahrung durfte ich des öfteren in meinem Leben machen. In beide Richtungen versteht sich, denn in Steno war ich nie so erfolgreich, wie zum Beispiel in meinen Trainings. Der erste Schritt ist jedoch das Aneignen von Wissen, die Basis und notwendig, wenn ich mein Leben verändern möchte. Insbesondere in der heutigen schnelllebigen Zeit. Wie ich darauf komme: Vor kurzem hatte eine meiner Töchter einen jungen Mann zu Besuch. Meine mütterliche Neugier bezüglich des jungen Mannes wurde von meiner Tochter mit den Worten: „Das ist doch nur mein BFF“ abgetan. Aha. Ich fragte nach und habe erfahren, dass dies „Best friend forever“ heißt. Wieder ein neues Kürzel. Wissen sie was ein MoF ist? Ein Mensch ohne Freunde. Mein Wissen an gesprochenem Steno der heutigen Zeit nimmt zu. Manchmal stelle ich mir jedoch vor, wie sich das wohl anhören würde, wenn wir nur noch in Kürzeln reden.

„MoFBFFKoFBtW….“ Vermutlich auch nur wieder Übungssache. Doch damit möchte ich eigentlich garnicht erst anfangen, bin ich doch gerade dabei mein Leben wieder etwas zu entschleunigen. Denn ein Leben in Steno kann schon sehr anstrengend sein, vor allem fehlt mir da die Zeit, um an den Blumen am Wegesrand zu riechen, Bücher zu schreiben und eben zu bloggen. Leben im Einklang halt. Und genau das wünsche ich ihnen auch.

Ihre Petra Claußen-Winter

Neues wagen (Lesezeit 2’00“)

„Wer wagt gewinnt“ so der Volksmund. Auch wenn sicherlich nicht jeder gewinnt, der sich wagt, so haben alle, die gewonnen haben, sich auch gewagt. Zum Beispiel etwas zu tun, was es zuvor nicht gab, Neues zu wagen, Ideen zu verwirklichen, Unmögliches möglich zu machen. So auch Hermann Scherer mit seiner 1. internationalen Autorenmesse am 04. Juni 2016. 1.300 begeisterte Besucher, inspirierende Vorträge, eine tolle Atmosphäre. Ich war mit dabei. Auch für mich ein Wagnis, etwas Neues auszuprobieren. Mit meinem Vortrag „Lebendig schreiben – Schreiben mehr als nur ein Broterwerb“ durfte ich aufzeigen, dass Schreiben ein Werkzeug sein kann, das in der Tat weit über den Broterwerb hinaus geht. Schreiben hat mein Leben auf recht vielfältige Weise verändert. Es hat mir über für mich schwere Zeiten in meinem Leben hinweggeholfen. Wo manch einer zum Glas Wein, der Flasche Bier oder gar zu Drogen greift, oder sich anderweitig ablenkt, nehme ich den Stift in die Hand und schreibe. Und in solchen Momenten ist es auch der Stift und nicht die Tastatur. Ich bin dann alleine mit mir und meinen Gedanken und einem leeren Stück Papier. Zunächst lasse ich das Alte hinaus, schreibe es mir wahrlich von der Seele. Danach ist Raum für neues geschaffen, das Leben mag kein Vakuum, zumindest nicht in meinem Model von Welt. Auf diese Weise hat sich schon so manche Idee zum ersten Male gezeigt und plötzlich war es mir nicht mehr so schwer ums Herz. Meine Bereitschaft, auch in diesem Lebensumstand die Möglichkeit für etwas Neues zu sehen wuchs, der Schmerz wurde kleiner und die Kraft kam zurück. Gestärkt konnte ich es in der Tat wagen, neue Gedanken zuzulassen, lösungsorientiert und so taten sich dann auch neue Wege auf. Natürlich musste ich diese auch gehen, aber ich sah sozusagen am Ende des Tunnels wieder Licht und nur dass wir uns richtig verstehen, es waren nicht die Lampen des mir entgegenkommenen Zuges. Im Gegenteil, es war das berühmte Lichtlein, dass von „irgendwo“ herkommt. In meinem Falle durch das kreative Schreiben.

Und so wage ich es immer wieder, das Schreiben auch unter Umständen, in denen ein Teil von mir sich am liebsten die Decke über den Kopf ziehen würde, mit einem Überangebot an Schokolade versteht sich. Und mal ganz unter uns, soweit das hier überhaupt möglich ist. Vielleicht stellen sie sich jetzt einfach einmal vor, ich würde es nur ihnen sagen: Manchmal darf auch das sein. Immerhin macht uns das ja als Menschen aus. Allerdings sollten wir uns da nicht solange aufhalten. In diesem Sinne – gute Gedanken oder eine wirklich gute Schokolade und kuschelige Bettdecke. Oder eben beides, richtig angewandt, sicherlich auch ein Erfolgsgarant. Das reimt sich sogar.

Ihre Petra Claußen-Winter

Messlatte des Glücks (Lesezeit 1’30“)

„Weshalb war der heutige Tag ein Geschenk für mich?“ Eine der für mich wichtigsten Fragen, die ich mir am Abend vor dem Schlafengehen stelle. Natürlich impliziert auch diese Frage, das der heutige Tag ein Geschenk für mich war. Dessen ungeachtet empfand ich meinen Tag nicht immer als Geschenk. Nach einiger Zeit der Selbstreflexion war recht schnell klar woran das lag. Meine Messlatte für Glück lag sehr hoch. Mein Blick lag zu oft auf dem, was ich noch nicht erreicht hatte, also auf Mangel. Ich vergass dabei völlig, auch dahin zu schauen, was ich geleistet hatte, was gerade gut in meinem Leben lief. Ja, auch wenn es alltäglich zu sein schien und ich dies ja schon oft getan oder täglich in meinem Leben hatte. Im Gespräch mit einer Geschäftspartnerin wurde dies noch einmal mehr deutlich. Sie erzählte mir, dass ihre Mutter sei einiger Zeit nur noch im Bett liege und die ganze Welt um sich herum tyrannisiere. Als ich mir an diesem Abend eben jene besagte Frage stellte, wurde mir auf einmal bewusst, wie reich ich heute wieder vom Leben beschenkt worden war, einzig durch die Tatsache, dass ich nicht den Tag mit Schmerzen und resigniert und verbittert im Bett liegen musste. Mein Gefühl von Dankbarkeit wuchs. So ging ich meine Lebensbereiche durch. Ernährung: Wie reich war ich auch da, verglichen mit einem Menschen, der am Morgen nicht weiß, wo er für sich und seine Familie etwas zu essen herbekommt. Beziehung: Ich habe einen Partner und wenn ich den Fokus einmal darauf lenke, was ich alles gewinne, weil ich einen Partner habe, bin ich abermals reicher, als wenn ich mich darauf konzentriere, was mir an ihm nicht gefällt oder gar ständig ärgert. Meine Wohnsituation: Ich lebe da, wo andere Urlaub machen. Am Ende fühlte ich mich nicht nur reichbeschenkt, sondern mir war klar, ich führe ein königliches Leben. Es war also an der Zeit meine Messlatte des Glücks neu festzulegen. Heute orientiere ich mich nach unten, wenn es mir wieder einmal an Wertschätzung für mich, meinen Körper und das Leben mangelt, aber auch nach oben, wenn ich mich inspirieren und motivieren möchte. Letzteres lasse ich dann mit in meine Zielplanung einfließen, mit entsprechenden Zwischenzielen versteht sich. Dann klappt es auch mit der Wertschätzung und Glück gehört zum täglichen Leben. In diesem Sinne viel Freude beim Erkennen ihrer ganz persönlichen Geschenke.

Ihre Petra Claußen-Winter

Geistreiche Nahrung (Lesezeit 1’45“)

Geistreiche Nahrung geht bei mir weit über das Aneignen von Wissen oder dem Lesen eines guten Buches hinaus. Für mich ist geistreiche Nahrung auch gehirngerechte Nahrung. Wenngleich mir sicherlich noch immer mein Expertenstatus im Fitness- und Ernährungsbereich anhaftet, so habe ich mich in den letzten Jahren mehr mit einer gehirnfreundlichen Nahrung auseinander gesetzt. Dies hat schlussendlich dazu geführt, dass ich damit aufhören musste, Zucker zu essen. Für mich sicherlich ein genauso schwerer Schritt, wie für einen Raucher mit dem Rauchen aufzuhören oder für einen Alkoholiker mit dem Trinken. Doch der Unterschied eines Gehirngefühls, ich nenne das jetzt hier einfach einmal so, mit und ohne Zucker, lässt sich überhaupt nicht mit Worten beschreiben, aber es fühlt sich einfach nur gigantisch an. Das ist für mich wahre Freiheit.

Dessen ungeachtet, bin ich selbst jedoch immer wieder in diese Zuckerfalle getappt, frei nach dem Motto – das eine Mal macht doch nichts. Doch es macht etwas. Zuerst kommt dieses wahnsinnige Hochgefühl, es ist fast schon extatisch, doch danach kommt dann der Absturz. Bei mir waren das erhebliche Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und die Welt erschien mir in einem Grauton. Ich sah mehr das Problem, denn die Lösung und ich wollte wieder Zucker. Ich konnte regelrecht dabei zuschauen, wie ich jeden Tag wieder etwas mehr von zuckerhaltigem, meistens in Kombination mit Fett, wollte. Jetzt benutze ich Zucker mehr als eine Art Gewürz. In diesen Dosen werde ich weder rückfällig, noch schadet es mir. Obst in moderaten Mengen, ganz im Gegenteil zu meinen Highcarbzeiten runden heute meinen süßen Genuß ab.

Mein Gehirn dankt es mir. Es bekommt jetzt gute Makro- und Mikrostoffe. Letztere in Form von ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln. Diese natürlich auf mein Gehirn abgestimmt, denn auch hier gibt es keine allgemeingültige Regelung. In diesem Sinne guten Appetit und lassen sie es sich schmecken, aber denken sie auch ein wenig an ihr Gehirn, ich möchte jetzt nicht sagen: Solange sie noch denken können. Das wäre sicherlich zu vermessen. Doch eines steht fest – Gehirn gut drauf Stimmung auch, und das ohne illegale oder selbst legale Drogen.

Ihre Petra Claußen-Winter

Fehler machen – ein Erfolgsgarant (Lesezeit 1’45“)

Wer mich kennt, der weiß, ich bin überraschend anders. Und wer mich etwas näher kennt, der weiß auch, dass ich sehr selbstkritisch, aber auch lernfähig bin. Bevor sie weiterlesen zunächst ein Zitat von Winston Churchill:

„Es ist von großem Vorteil, die Fehler, aus denen man lernen kann, recht früh zu machen.“

Genauso sehe ich das auch. Fehler sind etwas wunderbares. Zeigen sie doch nur auf, wo noch etwas fehlt. Ebenso tragen sie zu Erfahrungen bei, die mir dazu verhelfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Am 23.04.2016 habe ich bei dem zweiten deutschen Speaker Slam mitgemacht. Und was soll ich sagen. Ich war gut. Ich habe Applaus bekommen, etliches Schulterklopfen von Kollegen, aber auch von mir fremden Menschen. Ich erhielt sogar einen Auftrag. Gewonnen habe ich nicht. Zu Recht. Hätte ich aber schaffen können. Doch ich habe nicht nur einen, sondern mehrere Fehler gemacht.

Einer meiner Lehrer sagte einmal zu mir: Erfolgreiche Menschen sehen die Welt oft als Experimentierfeld um zu lernen. Um auszuprobieren, was funktioniert und was nicht. Ich sage: „sich trauen Fehler zu machen“ ist ein Erfolgsgarant

Ich hatte eine falsche Vorstellung von einem Slam, obwohl ich mir zuvor Informationen und Wissen angeeignet zu haben glaubte. Weiterhin hatte ich ein anderes Thema für den Slam gewählt, warum auch immer, statt über das zu erzählen, was ich leidenschaftlich glaube und auch bis ins Detail kenne. Rückwirkend behaupte ich sogar, dass ich bei der Vorentscheidung mehr überzeugt habe, als an diesem Tag. Auch hatte ich eine Vorstellung, was meine Zuhörer erwarten würden. Meine Erwartungen und die Realität gingen jedoch auseinander. Ganz fatal war mein Anspruch an mich selbst, einen guten Vortrag zu halten. Ich hätte lieber mit all meinen Macken und Eigenarten präsent sein sollen, dann wäre es für alle, Publikum, Jury und mich ein Genuß geworden. Zu selbstkritisch? Nein, ich habe mir die Aufzeichnung angeschaut und bin in die Rolle des Zuschauers geschlüpft, ebenso habe ich mir Feedback von der Jury geben lassen. Doch auf die Schulter klopfen darf ich mir trotzdem. Nicht nur weil ich den Slam mitgemacht habe, sondern auch, weil ich zu den Menschen gehöre, die bereit sind, sich Fehler einzugestehen und daran zu wachsen.

Der nächste Slam kommt bestimmt. Ich bin wieder dabei. Übrigens oben geschriebenes gilt nicht nur für das Halten einer Rede, sondern für fast alles im Leben. Wir sollten also viel mehr Mut haben, Fehler zu machen und was noch wichtiger ist, aus diesen lernen, statt sich darüber zu grämen. In diesem Sinne; „der frühe Vogel pickt den Wurm“. Das gilt auch für das Fehler machen, je früher umso besser.

Ihre Petra Claußen-Winter

Meisterwerk (Lesezeit 1’30“)

„Wie kann ich aus diesem Tag ein Meisterwerk machen?“ Eine Frage, die ich mir neben einigen anderen schon seit knapp 3 Jahren an nahezu jedem Morgen stelle. Natürlich impliziert diese Frage vorweg schon einmal, dass es möglich ist, aus diesem Tag ein Meisterwerk zu machen, und das ist auch gut so. Die Frage nach dem „wie“ beschert mir somit völlig andere Antworten, als zum Beispiel die Frage „Warum schaffe ich es nicht aus diesem Tag ein Meisterwerk zu machen?“ Denn nur wer kluge Fragen stellt, bekommt auch kluge Antworten. Dessen ungeachtet sieht so ein meisterhafter Tag natürlich für jeden völlig anders aus.

Für den einen kann ein Tag schon meisterhaft verlaufen, wenn er eine Kiste Bier und eine gut gelegene Parkbank für sich sein eigen nennen darf. Für den anderen erst, wenn er seine für sich gesteckten Ziele erreicht hat oder ihnen zumindest im Laufe des Tages wieder ein Stück näher gekommen ist.

Ich selbst musste mir eines Tages eingestehen, dass mein Anspruch an mich selbst für einen meisterhaften Tag in der Regel sehr hoch war. Das ist nicht immer sehr klug, führt es doch zu Unzufriedenheit und einer Verschleierung dessen, was ich innerhalb eines Tages geleistet habe. Heute ist ein Tag ein Meisterwerk, wenn ich bewusst durch den Tag gehe, mir kluge Fragen stelle und schaue, dass ich die meiste Zeit des Tages in einem emotinal guten Zustand bin oder schnell wieder in einen zurückfinde. Das ist Herausforderung genug, doch machbar. An einem Tag mal mehr, an einem anderen mal weniger. In diesem Sinne Ihnen einen meisterhaften Tag und viele gute Antworten auf ihre klugen Fragen.

Ihre Petra Claußen-Winter